Bericht zum Neujahrskonzert
aus der Badischen Zeitung vom
14. Januar 2026
Neujahrskonzert
Musikverein Königschaffhausen feiert
gelungenen Start ins Jubiläumsjahr
| 2026 feiert der Musikverein Königschaffhausen sein
100-jähriges Bestehen. Der musikalische Start ins Jubiläumsjahr
ist mit dem Neujahrskonzert gelungen, der nächste Höhepunkt
folgt im März. 3 min
1/2 Mit einem Neujahrskonzert in der evangelischen Kirche startete der
Musikverein Königschaffhausen in sein 100. Vereinsjahr. Foto: Jürgen
Schweizer
Mit einem abwechslungsreichen und anspruchsvollen
Programm begeisterte der Musikverein Königschaffhausen
unter der bewährten Leitung von Andreas Späth bei seinem
Neujahrskonzert. Der Vorsitzende Markus Futterer konnte
zahlreiche Freunde der Bläsermusik in der evangelischen
Kirche begrüßen, darunter auch Pfarrer Peter Boos. Das
Konzert sei für den Musikverein der Start in ein ganz
besonderes Jahr, so Futterer. Der Musikverein feiert in diesem
Jahr sein 100-jähriges Bestehen.
Ein Jahrhundert voller Musik und Gemeinschaft
Man feiere ein Jahrhundert voller Musik, Gemeinschaft und
Engagement, betonte Futterer: "Wenn wir zurückblicken,
sehen wir nicht nur die vielen Konzerte und Feste, sondern
auch die Menschen, die mit Herzblut dafür gesorgt haben,
dass Musik in unserem Ort lebendig bleibt." Dieses Erbe sei ein
Schatz, den man gemeinsam bewahren und in die Zukunft
tragen wolle.
Zum Auftakt luden die 55 Musikerinnen und Musiker die
Besucher zu einer musikalischen Reise nach Venedig ein. In
"La Basilica di San Marco" von Mario Bürki begann das
Orchester mit einer beeindruckenden Klangfülle, die die
Bedeutung des Markusdoms in Venedig hervorhob.
Anschließend präsentierte das Klarinetten-Ensemble sein
Können. Das Musikstück "Cotswolds Pictures" von Hayato
Hirose ist ein programmatisches Werk: Es stellt musikalisch
Bilder und Eindrücke einer realen Landschaft dar, nämlich der
Cotswolds-Region in England, einer ländlichen Gegend
westlich von London mit sanften Hügeln und idyllischer
Landschaft. "Cotswolds Pictures" malt mit Musik verschiedene
Stimmungen und Bilder der ländlichen Cotswolds-Region,
vom spielenden Kinderlachen über die ruhige Landschaft bis
zur Stille der Erntezeit.
Von Moses bis Glenn Miller
Pfarrer Peter Boos kündigte das nächste Highlight an: "Moses
& Ramses" erzählt musikalisch die Geschichte von Moses,
dem Aufbruch des Volkes Israel aus Ägypten und der
dramatischen Trennung vom Nil, mit kraftvollen, farbigen
musikalischen Bildern. Tosenden Applaus gab es für die
gelungene Darbietung. Einen Kontrast setzte das Saxophon-
Ensemble mit seinem Ausug in die Swing-Ära. Das
Musikstück "Moonlight Serenade" von Glenn Miller ist eine der
bekanntesten Balladen jener Zeit und steht vor allem für
Romantik, Sehnsucht und nächtliche Stimmung. Das Stück
war auch die Erkennungsmelodie des Glenn-Miller-
Orchesters.
Zwei Kompositionen von Mario Bürki
Mit "Pompeji" widmete sich das Orchester noch einmal einem
Werk von Mario Bürki , einer musikalischen
Katastrophenerzählung, die den Untergang Pompejis lebendig
macht – vom friedlichen Leben bis zur totalen Vernichtung
durch die Naturgewalt des Vesuvs. Den nächsten Auftritt
übernahm das Blechbläser-Ensemble mit "Brass Joker" von Joe
Grain – einem humorvollen Show-Werk, das die lustige,
überraschende Seite der Blechmusik zeigt. Das Stück "Jesus
Christ Superstar"von Andrew Lloyd Webber erzählt
instrumental die Passionsgeschichte Jesu – emotional,
dramatisch und modern, angepasst an die Klangwelt eines
Blasorchesters.
Lang anhaltender Applaus belohnte die Musikerinnen und
Musiker, die als Zugabe "Amazing grace" spielten – ein schöner
Ausklang des Abends. Der Vorsitzende dankte allen
Mitwirkenden und besonders Dirigent Andreas Späth für die
passend ausgewählten Musikstücke. Gleichzeitig wies Futterer
auf den 14. März hin: Dann ndet das Jubiläumskonzert in der
Weinberghalle statt.
Schlagworte: Markus Futterer, Mario Bürki, Glenn Miller